Was verdient ein*e Trauerredner*in?

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Was verdient ein Trauerredner

Verdienst eines Trauredners

Selbstständig sein, mit eigenen Aufträgen Geld verdienen – und tatsächlich davon leben können? Das ist als freie*r Trauerredner*in möglich. Aber Vorsicht: Nicht nur die Einnahmen durch Honorare, sondern auch Ausgaben solltest Du mit einkalkulieren. Ein kurzer Überblick.

Trauredner verdienst

Trauerredner*in werden: Neubeginn als Einzelkämpfer*in

Wer als freie*r Redner*in arbeiten möchte, ist in Zukunft selbstständig tätig. Das klingt nach einer Menge Freiheit. Genauso ist es auch. Aber gleichzeitig bedeutet es: Es gibt kein monatliches, festes Gehalt – denn Selbstständige leben von den Honoraren, die ihre Kund*innen zahlen. Hier sind Schwankungen durchaus üblich. In einem Monat bekommst Du viele Aufträge, im nächsten etwas weniger, außerdem werden Rechnung nicht immer sofort bezahlt. Es ist also sinnvoll, mit einem gewissen finanziellen Puffer in den neuen Beruf zu starten. Zunächst ein paar Monate von dem Ersparten zu leben, um später mit vielen Aufträgen den Akku wieder aufzuladen: Das ist eine häufig vorkommende Strategie

Verdienst einer Trauerrednerin

Softer Start: Freie*r Redner*in im Nebenberuf

Viele wollen sich aber zunächst ein zweites Standbein als freie*r Redner*in aufbauen. Mit der Sicherheit eines (Teilzeit-) Jobs in Festanstellung ist es auf diese Weise problemlos möglich, sich zunächst im neuen Berufsfeld auszuprobieren. Doch hierbei verstecken sich im Detail auch Gefahren: Wer angestellt und über den Arbeitgeber sozialversichert ist, darf durchaus nebenberufliche Einkünfte haben – allerdings darf der Nebenberuf weder mehr Zeit in Anspruch nehmen noch mehr Einnahmen einbringen als der Hauptberuf. Ansonsten drohen Nachzahlungen, zum Beispiel bei der Krankenkasse. Wer also „zu erfolgreich“ wird, sollte genau darauf achten, nicht zu viel zu verdienen – oder den Hauptberuf als Angestellte*r überdenken. In vielen Berufen muss zudem der Arbeitgeber einer Nebentätigkeit zustimmen,

Was verdienen Trauerredner*innen mit einer Zeremonie?

Die wichtigste – und in einigen Fällen auch einzige – Einnahmequelle sind die Honorare für freie Trauerzeremonien. Diese variieren je nach Region, Person, Nachfrage, Erfahrung und vielen anderen Faktoren. Grundsätzlich bestimmst Du als Selbstständige*r aber selbst den Preis für Deine Dienstleistung. Nehmen wir einen guten Durchschnittswert: Freie Trauerredner*innen verdienen im Schnitt 350 Euro mit einer freien Beerdigung. Das klingt fair. Aber leider kannst Du nicht den gesamten Betrag als Netto-Verdienst verbuchen. Denn davon musst Du sämtliche Kosten decken.

Traurredner bei Omilia

Ausgaben, an die selbstständige Trauerredner*innen denken sollten

 

Wie in einem Angestellten-Job musst Du sozialversichert sein, Steuern zahlen, Dich fürs Alter absichern und dann auch noch Betriebskosten begleichen. Die Liste der Ausgaben ist lang:

  • – Lohnsteuer und ggf. Umsatzsteuer
  • – Krankenversicherung und Pflegeversicherung
  • – Rentenversicherung und / oder private Altersvorsorge
  • – Ausstattung und Equipment
  • – Kosten für Büromaterial
  • – Telefon- und Internetkosten
  • – Fahrtkosten
  • – Werbungskosten, Provisionen und Mitgliedschaften
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Pauschal lässt sich nicht sagen, wie viel von Deinem Honorar tatsächlich bei Dir ankommt. Realistisch geschätzt ist es die Hälfte – also im Schnitt 175 Euro pro Trauerfeier.

Trauredner verdienst

Wie viel musst Du als Trauererdner*in arbeiten?

Wie hoch also Dein Netto-Verdienst ist, kannst Du also mit der Menge Deiner Aufträge steuern. Angenommen, du möchtest 2.100 Euro als „Gehalt“ bekommen, müsstest Du zwölf freie Trauerfeiern im Monat planen und durchführen – drei pro Woche. Ist das zu schaffen? Der Arbeitsaufwand für eine Abschiedszeremonie variiert von Anlass zu Anlass und hängt auch von Deinem Tempo und Deiner Erfahrung ab. Sagen wir, Du brauchst inklusive Angehörigengesprächen, Abstimmungen mit Bestatter*innen und Dienstleister*innen, Vorbereitung, Anfahrt und Durchführung rund acht Stunden pro Trauerfeier. Dann hättest Du 24 Stunden in der Woche mit Deinem eigentlichen Beruf zu tun. Dazu kommen noch all die Tätigkeiten, die zu Deinem Freiberufler*innen-Alltag dazugehören, mit denen Du aber kein Geld verdienst: Büroarbeit, Buchhaltung, Marketing, Weiterbildung, Networking, Akquise und so weiter. Alles in allem kannst Du also von einer 40-Stunden-Woche ausgehen. Bedenke: Anfangs wirst Du für die meisten Dinge, die Du zum ersten Mal tust, etwas länger brauchen.

Bestimme selbst dein Gehalt als Trauerredner*in

Das Rechenbeispiel ist natürlich sehr allgemein gehalten. Letztendlich hast Du es selbst in der Hand, wie viel Du arbeiten möchtest und was Du damit verdienen willst. Je erfahrener und gefragter Du bist, desto höher kannst Du auch Dein Honorar ansetzen. Sei aber vorsichtig und überspanne den Bogen nicht – denn gebucht oder nicht gebucht, das ist hier die Frage. Um als Berufseinsteiger*in zuverlässig Anfragen zu erhalten, gibt es übrigens eine bewährte Lösung: eine Kooperation mit Omilia. Als Absolventin unseres Online-Kurses für Trauerredner*innen oder eines Präsenz-Seminars geben wir Dir die Möglichkeit, Teil unseres Teams zu werden. Wir übernehmen wesentliche Teile Deines Marketings und vermitteln Dir regelmäßig Kund*innen.

Was verdient ein*e Trauerredner*in wirklich?

Bei all den Zahlen haben wir die zentrale Frage noch gar nicht beantwortet – was ein*e Trauerredner*in am meisten verdient: nämlich Respekt. Dafür, einen Neuanfang zu wagen, um Menschen Trost zu spenden. Dafür, in den schwersten Momenten die richtigen Worte zu finden. Und dafür, Angehörigen einen würdevollen, manchmal auch befreienden Abschied von geliebten Menschen zu ermöglichen. Deshalb ist der aufrichtige Dank von Kund*innen manchmal der wichtigste Lohn für gute Arbeit.